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an die Zeit des zweiten Weltkriegs erinnert sich Henri noch öfters. Er ist damals Schüler gewesen.

Die Burschen haben zB herabgefallene Teile von Flugzeugen (havarierte Alliierte Bomber, die über der Schweiz kreisten) gesammelt, obwohl es verboten gewesen ist. Im Estrich im Rossbuck lagen zu meiner (Uelis) Jugendzeit noch ein Scheibenwischermotor einer Flying Fortress und andere Metallteile in einer Schachtel.

Aus dieser Ära kommt auch unsere Freundschaft mit den Elsässern. Charlie ist in die Schweiz emigiriert und im Interniertenlager in Nussbaumen aufgenommen worden. Dieses Interniertenlager ist am südlichen Ortsrand aufgebaut gewesen, unterhalb der "Sägi" auf dem Weg nach Uerschhausen.

Foto aus dem US-Projekt von Casey Johnes

Das Interniertenlager ist vermutlich kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wieder abgebaut worden. Auf fast allen überlieferten Luftaufnahmen, die wenige Jahre danach entstanden sind, ist es nicht mehr vorhanden.

Nahaufnahme des Interniertenlagers 1945

Operation Casey Jones, Luftbilder von Europa und der Schweiz

Die beiden Aufnahmen oben stammen ebenfalls aus einem Fotoarchiv, dieses Mal von der Landestopographie. Durch einen Artikel im Tagi bin ich darauf aufmerksam geworden. Die Amerikaner haben dabei rund 60 ihrer Bomber zu Fotoaufklärern umgebaut und ganz Europa aus der Luft fotografiert. Ursprünglich als geheim eingestuft hat sich das dann gelockert auf "vertraulich" und die Schweiz als neutrales Land hat nach einigen Verhandlungen (und Spezialabkommen) auch ihr Einverständnis dazu gegeben. Das Resultat ist jedenfalls einmalig; innerhalb von vier Monaten sind von Europa mehr als 4000 Fotos aus der Luft entstanden.

 

Die Geschichte des Rossbuck in Nussbaumen TG und seiner Bewohner der Familie Hebeisen.